Veröffentlichung Sicherer Umgang mit Nanotechnologie

Im Jahr 2006 hat eine Gruppe von Wissenschaftlern fünf große Herausforderungen vorgeschlagen, um die sichere Entwicklung und den Umgang mit der Nanotechnologie zu unterstützen. Zehn Jahre später analysieren zwei der ursprünglichen Autoren, Andrew Maynard (Direktor des Risk Innovation Lab an der Arizona State University) und Robert Aitken (Direktor von SAFENANO und Chief Executive des Institute of Occupational Medicine, IOM), wie weit die Forschung bis heute gekommen und wo noch Handlungsbedarf besteht.

 

In ihrem Artikel, der diese Woche in Nature Nanotechnology veröffentlicht wurde, beschreiben die Autoren Maynard und Aitken ihre persönliche Bewertung des erzielten Fortschritts der ursprünglich identifizierten fünf großen Herausforderungen:

  • Geräte zur Messung & Bewertung der Exposition gegenüber technisch hergestellten Nanomaterialien in Luft und Wasser
  • Methoden zur Bewertung der Toxizität von technisch hergestellten Nanomaterialien
  • Modelle zur Vorhersage der potenziellen Auswirkungen von Nanomaterialien auf Umwelt und menschliche Gesundheit
  • Bewertungssysteme für gesundheitliche & ökologische Auswirkungen von Nanomaterialien über den gesamten Lebenszyklus
  • Notwendigkeit strategischer Programme für eine relevante Risiko-orientierte Forschung

 

Während es in einigen Bereichen Hinweise auf beträchtliche Fortschritte gibt und vieles in den letzten zehn Jahren gelernt wurde, heben die Autoren aber auch kritische Defizite in anderen Bereichen hervor, die möglicherweise die sichere Entwicklung und die nutzbringende Nutzung der Nanotechnologie einschränken. Die verbleibenden Herausforderungen sind an sich nicht nanospezifisch, sondern betreffen die Materialien im weiteren Sinne, so die Aussage der Autoren.

 

Original-Veröffentlichung:

Maynard A.D., Aitken R.J. (2016). 'Safe handling of nanotechnology' ten years on. Nat Nanotechnol, 11(12): 998-1000.

 

 

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