Pressemeldung Laborpraxis Vogel 30.08.16

Synthetische Nanopartikel werden in verschiedene Produkte wie Kosmetika eingearbeitet. Ob und wie viele dieser Partikel in die Umwelt gelangen, ist nicht bekannt. In einem Forschungsprojekt der TU München und des Bayerischen Umweltministeriums haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun zum ersten Mal die Konzentration von Silbernanopartikeln in bayerischen Gewässern gemessen.

 

Nanopartikel können die Eigenschaften von Materialien und Produkten verbessern. Daher wurden in den vergangenen Jahren immer mehr Nanopartikel hergestellt. Der weltweite Verbrauch von Silbernanopartikeln wird mittlerweile auf über 300 t geschätzt. Diese haben die positive Eigenschaft, Bakterien und Viren abzutöten.

Bisher waren Nanopartikel aber nicht so leicht nachzuweisen. Denn sie haben nur eine Größe von 1 bis 100 nm – ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters. „Um wissen zu können, ob eine toxikologische Gefahr besteht oder nicht, müssen wir wissen, wie viele dieser Partikel in die Umwelt, insbesondere in Gewässer gelangen", erklärt Michael Schuster, Professor für Analytische Chemie an der TU München. Eine analytische Herausforderung für die Forscherinnen und Forscher, die sie im Auftrag des Bayerischen Umweltministeriums lösten. Sie nutzten dazu ein bekanntes Prinzip, das die Wirkung von Tensiden zur Abtrennung und Anreicherung der Partikel nutzt. „Diese sind auch in Wasch- und Reinigungsmitteln vorhanden", so Schuster. „Sie sorgen vereinfacht dargestellt dafür, dass Fette und Schmutzpartikel in sogenannte Mizellen eingeschlossen und damit in Wasser in Schwebe gehalten werden können."...

 

 

 

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