Nanodialog der Bundesregierung

Schwarzelühr-Sutter: "Chancen und Risiken der Nanotechnologie verantwortungsvoll abwägen"

 

Der Nanodialog der Bundesregierung trägt in Deutschland zu einem verantwortlichen Umgang mit der Nanotechnologie bei. So wird das Vorsorgeprinzip bei vielen technischen Innovationen in diesem Bereich direkt integriert. Für 300 Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Behörden und Verbände ist der Nanodialog die zentrale Austauschplattform zu Fragen dieser Technologie geworden.

Zu seinem zehnjährigen Bestehen sagt die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter am 15. Juni 2016 in Berlin: "Dieser Dialog hat zu einer Versachlichung der Debatte geführt. Ausschlaggebend dafür ist, dass die Chancen und möglichen Risiken der Nanotechnologie immer zugleich abgewogen werden."

 

Nanotechnik gewinnt bei der Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen zunehmend an Bedeutung. Nanotechnisch optimierte Kunststoffe können etwa das Gewicht bei Autos oder Flugzeugen senken und somit helfen, Treibstoff zu sparen. Wenn die synthetischen Nanomaterialien vermehrt eingesetzt werden, gelangen sie allerdings auch häufiger in Böden, ins Wasser oder in die Luft. Wie sie in der Umwelt wirken, und ob sie gesundheitliche Risiken für den Menschen nach sich ziehen können, muss noch weiter untersucht werden. Die Kennzeichnung von Nanomaterialien – die EU-rechtlich geregelt wird – gilt derzeit für Lebensmittel, Kosmetika und Farben mit Biozidwirkstoffen. Wenn diese Produkte Nanomaterialien enthalten, muss dies angegeben werden.

Die Themen der Fachkonferenzen deckten in den vergangen Jahren zahlreiche Anwendungsfelder ab: Von Nanomedizin, Nanoabfall über Nachverfolgbarkeit und Transparenz von Nanomaterialien bis hin zu Chancen und möglichen Risiken in Verbraucherprodukten, analysiert am Beispiel des Lebensmittelbereiches.

 

 

 

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